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Ev. Gemeinde Hüsten besteht 75 Jahre Die Evangelische Kirchengemeinde Hüsten hatte 1997 dreifachen Grund zum Feiern: Am 28. November 1922 aus der Evangelischen Kirchengemeinde Neheim hervorgegangen, konnte sie das 75jährige Bestehen feiern. Außerdem wurde die Ev. Frauenhilfe Hüsten 85 Jahre alt, da sich hier bereits im Jahre 1912 einige Frauen zusammenfanden, um anderen Frauen zu helfen. Und: Seit 25 Jahren werden in der Rodentelgenkapelle in Bruchhausen evangelische Gottesdienste abgehalten. Am Freitag, 28. November fand im Kolpinghaus ein großer Jubiläumsabend statt, wo man Rückschau hielt auf die vergangenen siebeneinhalb Jahrzehnte. Die Erinnerung wachhalten wird auch eine 80 Seiten umfassende Festschrift, in der ein vierköpfiges Redaktionsteam - die Pfarrer Hermann Linneweber und Reinhard Weiß sowie die Presbyter Edwin Kurz und Friedrich Quasnowitz die Gemeindegeschichte dokumentiert. Die Errichtungsurkunde wurde am 28. November 1922 vom Evangelischen Konsistorium der Provinz Westfalen und drei Tage später von der Regierung Arnsberg, Abteilung für Kirchen und Schulwesen, unterzeichnet und trat rückwirkend zum 1. April 1922 in Kraft. Die neue Gemeinde war zunächst noch durch die Person des Pfarrers mit der Ev. Kirchengemeinde Neheim verbunden. Der anno 1900 gegründete Kirchbauverein konnte bereits 1901 die Grundstücke für eine zu errichtende Kirche und das Pfarrhaus erwerben. Zwei Kriege und Inflationen verhinderten fast 50 Jahre den Kirchbau. Ersatzweise richtete sich die Gemeinde den großen Saal des ehemaligen Hotels Aßheuer am Schützenwerth als "Betsaal" ein, in dem von 1923 bis 1951 die Gottesdienste gefeiert wurden. Nach dem z. Weltkrieg wuchs die Gemeinde infolge Zuzugs von Vertriebenen aus dem deutschen Osten von 950 auf 2600 Gläubige an, so daß der Betsaal viel zu klein geworden war. Unter Pastor Wilhelm Frank, der von 1947 bis 1974 in Hüsten wirkte, wurde die neue Kreuzkirche auf dem Mühlenberg mit viel Eigenleistung der Gemeindemitglieder gebaut und am 1. Adventssonntag 1951 durch den damaligen Präses der Evangelischen Landeskirche Westfalen, Ernst Wilm, eingeweiht. Heute zählt die Gemeinde in den Orten Bruchhausen, Holzen, Hüsten und Müschede etwa 4000 Seelen. Sie wird von den beiden Pastoren Hermann Linneweber und Reinhard Weiß betreut. Die Martin-Luther-Kirche in Müschede wurde am 31. Oktober 1971 durch den damaligen Superintendenten Werner Philipps eingeweiht. Der heutige Altsuperintendent hielt beim Jubiläumsabend den Festvortrag. Weiter wirkten mit: der Posaunen - und Kirchenchor, die Frauenhilfe, der Kindergarten und Jugendliche der Gemeinde. Karl-Heinz Keller
Am 2. Dezember 1951 zog die Gemeindefeierlich vom Aßheuerschen "Betsaal " in die Kreuzkirche um, deren Glockengeläut auf das der katholischen Petrikirche abgestimmt wurde. Dies unterstreicht das gute ökumenische Miteinander:
Im Saal Aßheuer hinter dem ehemaligen Hotel am Schützenwerth hatte die evangelische Gemeinde von 1923 bis 1951 ihr Zuhause.
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