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Aufgeschnappt . . . Es war beim letztjährigen Schützenfest, zum Auftakt am Samstagnachmittag. Man war am Königshaus auf der Sperberhöhe beim Glase Bier versammelt, als Petrus seine Himmelsschleusen öffnete. Unaufhörlich prasselte der Juniregen auf die Häupter der Hüstener Schützen. Auch noch, als es Zeit war, den Rückmarsch anzutreten zur Pfarrkirche St. Petri, um die Fahnen herauszuholen und zur Vogelstange zu marschieren, den Vogel aufzusetzen. Also wie gesagt, es regnete “Katzen und Hunde”. Also wurden kurzerhand zwei Omnibusse geschartert, die die Schützen - übrigens erstmals in der langen Geschichte der Bruderschaft - zum Kirchplatz fahren sollten. Alle fuhren mit - bis auf einen: Wolfgang Kasten, Mitglied des Gesamtvorstandes. Der einstige Pionier
der Bundeswehr hatte seinen Soldatenstolz wiederentdeckt - und marschierte zu Fuß zum Hüstener Markt. Ganz alleine. Unterwegs wurde er gefragt: Wann kommt denn endlich der Festzug? Die spontane Antwort von Wolfgang kam wie aus
der Pistole geschossen: “Der Festzug bin ich!!!” - Nass wie die Katz` kam er schließlich zur Schützenhalle, um mit den übrigen Gästen einen zünftigen Stangenabend zu feiern. Zum Schluß soll er von innen mehr nass gewesen sein,
als von aussen . . . |
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